Frankfurt: Hauptbahnhof II

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Der Hauptbahnhof Frankfurt (Main) wurde als Kopfbahnhof und für den Linienbetrieb eingerichtet. Ein- und Ausfahrgleise einer Strecke lagen dabei nebeneinander und bereits am Eröffnungsabend konnte ein Zug nicht rechtzeitig bremsen…

…der nicht rechtzeitig abgebremste Zug überfuhr den Prellbock. Die Lok und das Pflaster des Querbahnsteigs wurden beschädigt. Doch dies war nur der Beginn einer ganzen Serie gleichartiger Vorkommnisse, die in der Presse einigen Spott auslösten. Als „Höhepunkt“ gilt die „reichlich schwungvolle“ Überfahrt der Lokomotive des Ostende-Wien-Express am 6. Dezember 1901. Die Lokomotive und ihr Schlepptender kamen erst im Wartesaal der ersten und zweiten Klasse zum Stehen.

Viele Lokführer gingen deshalb dazu über besonders langsam in den Bahnhof einzufahren, kamen dann jedoch teils weit vor den Prellböcken zum Stehen, sodass die hinteren Wagengäste oft nicht bequem aussteigen konnten – auch das war der Direktion nicht recht, sie forderte die Lokführer auf „möglichst nah an die Prellböcke heranzufahren“ (aber nicht im Wartesaal der ersten Klasse zum Stehen zu kommen).

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